
Mut, Offenheit und die Bereitschaft, sich verletzlich zu zeigen – das waren zentrale Gedanken, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Glaubenstag „Treffpunkt Gott“ in der Pfarreiengemeinschaft Benediktbeuern bewegt haben. Nur wer diese Haltung einnimmt, kann Versöhnung erfahren und mit den eigenen sowie den Bruchstücken anderer umgehen.
Unter dem Motto „Heile Welt? Fragezeichen, Ausrufezeichen, Versöhnung mit mir, mit dir und mit Gott“ kamen rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeden Alters im Pfarrhof Benediktbeuern zusammen, vom Kleinkind bis zum rüstigen Rentner, um einen Nachmittag rund um den Glauben mit Begegnung, Gespräch und gemeinsamem Essen zu verbringen. Bereits zum siebten Mal hatte die Pfarreiengemeinschaft Benediktbeuern – Bichl – Kochel zu diesem Glaubenstag eingeladen.
Besonders bemerkenswert waren die vielfältigen Angebote: Im Workshop „Kintsugi – die Kunst, Bruchstücke zu verbinden“ konnten Teilnehmende kreativ erleben, wie Verletzungen und Scherben des Lebens in etwas Wertvolles verwandelt werden können. Die Bibelarbeit „Versöhnung mit Gott – Die Psalmen als Modellgebete“ lud dazu ein, über das eigene Leben und die persönliche Beziehung zu Gott nachzudenken. Weitere Workshops beschäftigten sich mit Streit und Versöhnung in der Familie sowie mit Lobpreis und gemeinsamem Singen. Für Kinder und Jugendliche gab es altersgerechte Angebote: einen Kinderbibeltag mit Spielen, Basteln und Theater sowie einen Workshop für Jugendliche, in dem Gemeinschaft durch Spiel und Teamgeist erfahrbar wurde.

Der Nachmittag begann in ungezwungener Atmosphäre mit einem gemeinsamen Buffet, zu dem alle Teilnehmenden kleine kulinarische Beiträge mitgebracht hatten. Bei Essen und Trinken entstanden zahlreiche Begegnungen, intensive Gespräche und erste persönliche Austausche, die den Ton für den gesamten Tag setzten.
Den Abschluss bildete die Eucharistiefeier, die den Nachmittag auf besondere Weise abrundete. Mit schwungvollen Liedern, aber auch stillen Momenten voller Tiefe und Nachdenklichkeit wurde die gemeinsame Erfahrung noch einmal spürbar. Viele Teilnehmende waren bewegt von der Atmosphäre, von den Worten und der Musik. Die Gedanken, die in den Workshops und Gesprächen entstanden sind, werden sicherlich noch lange nachwirken und den Teilnehmenden ein tieferes Gespür für das Thema Versöhnung vermitteln.
In ihren abschließenden Worten dankten Diana Ruf, die Moderation des Nachmittags, und Pfarrer Bernhard Stiegler allen, die zum Gelingen dieses besonderen Tages beigetragen haben – den Workshopleitern, Helferinnen und Helfern beim Aufbau und in der Küche sowie den Musikerinnen und Musikern.